Scharbockskraut

Februar 09: Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

erschienen im Main-Echo, © Morgane Bannöhr

Sobald der Schnee sich wieder zurückgezogen hat, erscheinen die kleinen grünen glänzenden Blättchen des Scharbockskrautes teppichartig, vor allem an feuchten und dunklen Stellen, z.B. unter Hecken. Wenn Sie diese in ihrem Garten haben, dann freuen Sie sich darüber, denn diese Pflanze ist der erste Vitamin-C-Spender des Jahres.“ Scharbock“ ist ein altes Wort für „Skorbut“ und weist darauf hin, dass früher mit dieser Pflanze die Mangelernährung nach dem Winter behandelt wurde. Ernten Sie ein paar der Blätter für Ihren Salat, noch bevor die 8-12-strahligen gelben Blüten erscheinen, da die Pflanze dann aufgrund des steigenden Gehaltes an Protoanemonin nicht mehr gegessen werden sollte. Überdosierungen sind zu vermeiden.

Scharbockskraut ist ein Geophyt, d.h. wenn Bäume und Sträucher Blätter bekommen, wird es schattig für das Kraut und es zieht sich komplett in die Erde zurück bis zum nächsten Frühjahr.

Das „ficaria“ in der Gattungsbezeichnung leitet sich ab von „Ficus“ und bedeutet feigenähnlich. Es bezieht sich auf die Wurzelknollen, die so ähnlich aussehen und man glaubte früher, mit der “Feigwurz“ Warzen und Hämorrhoiden behandeln zu können.

Die Brutknöllchen, die zwischen den Blattachsen sitzen, sind sehr stärkereich. Diese, die Wurzelknollen und die Blütenknospen lassen sich einlegen wie Kapern.

Dazu waschen Sie die Knospen (Sie können auch mischen mit Gänseblümchen- oder Löwenzahnknospen), lassen sie abtropfen und legen sie über Nacht in Salz. Am nächsten Tag gut mit Wasser ausspülen und trocken tupfen. Nun zusammen mit gehackten Schalotten, Pfefferkörnern, Kräuteressig, einer Prise Zucker und Wasser aufkochen und noch heiß in Twist-off-Gläser füllen.

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