Sanddorn

November 10 – Sanddorn (Hippophaë rhamnoides)

erschienen im Main-Echo, © Morgane Bannöhr

Ein ausgezeichnetes Vogelschutzgehölz ist der Sanddorn.

Mit seinen äußerst spitzen Dornen und den saftigen gelben bis orangefarbenen Früchten bietet er unseren gefiederten Freunden Schutz und Nahrung. Doch Vorsicht beim Anpflanzen im Garten: Der Strauch erreicht nicht nur eine Höhe bis zu 6 Metern, sein Wurzelwerk ist sehr verzweigt und reicht bis zu 12 Metern entfernt vom Ursprung, so dass ohne eine Wurzelsperre schnell eine ganze Sanddorn-Plantage entsteht. Das wiederum kann ganz nützlich sein für Hangbefestigungen.

Aufgrund seiner Vorliebe für sandige Böden und seiner Toleranz gegen Salz wird er gerne im Küstenbereich auf Dünen eingesetzt, gedeiht aber auch ganz gut im Alpenraum. Seine ursprüngliche Heimat liegt im Himalaya, manche Arten wachsen bis auf 5000 Metern Höhe.

Mit seinen Inhaltsstoffen wirkt Sanddorn immunstärkend, gegen Erkältungskrankheiten, Schleimhautentzündungen und als allgemeines Kräftigungsmittel. Das wertvolle Öl aus den Kernen nutzt man bei chronischen Hautkrankheiten, Verbrennungen und Druckgeschwüren. Die auch „Zitrone des Nordens“ genannte Frucht enthält sehr viel Vitamin C, ein Vielfaches des Gehaltes in Zitronen und vergleichbar mit Hagebutten. Aber das ist nicht alles, dazu gesellen sich Karotin, B-Vitamine, Gerbstoffe und Öl, das reich an essentiellen Fettsäuren ist und noch vieles mehr.

Damit sich Danddornfrüchte entwickeln können, braucht man mindestens zwei Pflanzen, eine männliche und eine weibliche. Die Ernte ist aufgrund der vielen spitzen Dornen nicht einfach, am besten ist es, wenn man die Früchte mit einer Schere abschneidet, um die Finger zu schonen und den Saft nicht zu verlieren. Diesen können Sie auf vielfältige Weise genießen. Er eignet sich zur Herstellung von Säften, Wein, Ansatzlikören, für Marmeladen und pikante Saucen. Für ein leckeres Chutney kochen Sie die Früchte mit etwas Wasser weich und passieren das Mus. Dazu geben Sie Honig, abgeriebene Orangenschale, Knoblauch, Chili, gemahlene Senfkörner und etwas Essig, kochen es wieder auf und füllen es heiß in Gläser.

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