Rot- und Weißklee

Juni 09: Rot- und Weißklee (Trifolium pratense und repens)

erschienen im Main-Echo, © Morgane Bannöhr

Haben Sie schon mal durch Zufall ein vierblättriges Kleeblatt gefunden?

Dann gehören Sie sicher zu den Glückskindern. Meistens finden wir, selbst wenn wir suchen, nur dreiblättrige. Die Zahl drei ist eine uralte magische Zahl, die bis hin zur christlichen Dreifaltigkeit eine besondere Rolle spielt. Deshalb findet man auf sakralen Darstellungen häufig Kleeblätter in der Nähe von Kreuzigungsszenen und auch in Kirchenfenstern.

Aus volksheilkundlicher Sicht ist Rotklee in der letzten Zeit als Hormon-unterstützende Pflanze z.B. für die Wechseljahre bekannt geworden, denn er enthält viele Phytoöstrogene. Schon länger weiß man über die Wirkung bei Husten und Leberbeschwerden.

Klee ist eine der Pflanzen, mit denen schon Kinder häufig in Berührung kommen, denn der weiße kriechende ist besonders trittresistent und verbreitet sich gerne im Rasen. Wem dies ein Dorn im Auge ist, dem hilft vielleicht der Hinweis, dass die Pflanze zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört, die die Eigenschaft haben, mit Hilfe von bestimmten Bakterien Stickstoff im Boden zu binden. Dieser dient wiederum dazu, den Boden fruchtbarer zu machen, ohne dass es eine Überdüngung gibt. Bekannt ist es, Pflanzen wie Bohnen und Luzerne, die auch Schmetterlingsblütler sind, als Zwischenfrucht oder in der Nachbarschaft von Starkzehrern wie Kohl zu säen.

Nicht zu verachten ist die Bedeutung als Futterpflanze für Nutztiere, denn Klee ist sehr eiweißhaltig. Besonders der Weißklee ist wohlschmeckend und leicht verdaulich.

Probieren Sie mal früh morgens die kleinen Blüten, sie sind jetzt noch süß. Wenn die Bienen und Hummeln kommen, angelockt von dem süßen Duft, bleibt nicht mehr viel vom Nektar übrig. Die Blüten können Sie in Obstsalate und Getränke geben, sie sind eine schöne essbare Dekoration und die Blätter ergänzen Salate und Gemüse.

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